
Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.
Bedeutung
Platon, der athenische Philosoph, formuliert in diesem Satz eine Überzeugung über die Reifung des Verstandes: Wenn die körperlichen Sinne nachlassen, schärft sich das innere Erkenntnisvermögen. Das Nachlassen der Augenschärfe ist nicht nur Verlust, sondern auch Befreiung: Der Verstand wendet sich von der Außenwelt ab und der inneren Wahrheit zu. Platon, der für seine Überzeugung von der Überlegenheit des Geistes über die Sinne bekannt ist, beschreibt damit eine Entwicklung, die im Alter Weisheit ermöglicht: Wer weniger sieht, sieht klarer – mit den Augen des Verstandes.
Verwendung
Passend als Platon-Zitat in Texten über Alter, Weisheit und die Reifung des Verstandes sowie für Beiträge über antike Philosophie, Erkenntnistheorie und die Überlegenheit innerer Klarheit über äußere Wahrnehmung. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Gaben des Alters und die Schärfung des Geistes durch Erfahrung.
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Über Platon
Über den Autor
Philosoph · Antik-Griechisch · 427 - 347 v. Chr.
Platon (428/427–348/347 v. Chr.) war ein athenischer Philosoph, Schüler des Sokrates und Lehrer des Aristoteles, der die Ideenlehre begründete.
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Er etablierte den literarischen Dialog als philosophische Schreibform und verhalf dieser Gattung damit zum Durchbruch. Seine Werke umspannen Metaphysik, Ethik, Staatstheorie und Sprachphilosophie und setzten Maßstäbe für Jahrhunderte. Um dogmatische Festlegungen zu vermeiden, ließ er viele Fragen bewusst offen und überließ deren Klärung den Lesern.

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