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Das sind die Traurigen, die Flachen

Spruchbild: Das sind die Traurigen, die Flachen,  die tief und stark sich scheinen:  Die Frauen, die n …

Das sind die Traurigen, die Flachen, die tief und stark sich scheinen: Die Frauen, die nicht lachen, die Männer, die nicht weinen.

Bedeutung

Paul Johann Ludwig von Heyse richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen lächeln und tränen. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Aus heutiger Sicht braucht die Aussage Distanz, weil sie Geschlecht, Rolle oder Beziehung staerker festlegt, als es zeitgemaess waere.

Verwendung

Er kann in Essays, Kommentaren oder thematischen Seiten zu Leben stehen, wenn der schwere oder zugespitzte Ton bewusst gewollt ist. Fuer automatische Empfehlungen eignet er sich weniger, weil Tod, Religion, Spott oder kulturelle Sensibilitaet ohne Kontext schnell schroff wirken. Die Aussage traegt ein ueberholtes Rollenbild oder eine stereotype Wertung mit sich; sie sollte heute nur historisch, ironisch oder kritisch eingeordnet erscheinen.

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Über Paul Johann Ludwig von Heyse

Über den Autor

1830 - 1914

Paul Johann Ludwig von Heyse (1830–1914) war der erste deutsche Belletrist, dem 1910 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde, und hinterließ u. a. rund 180 Novellen.

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Heyse wurde in Berlin geboren und verbrachte den Großteil seines Lebens in München, wo er als einflussreicher „Dichterfürst" Freundschaften mit den führenden Geistern seiner Zeit pflegte. Sein Gesamtwerk umfasst neben den Novellen auch 68 Dramen, acht Romane und zahlreiche Gedichte – verlegt in 15 Bänden von je rund 700 Seiten. Theodor Fontane traute ihm zu, seiner Epoche den Namen zu geben und ein „Heysesches Zeitalter" einzuleiten.

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