
Die Sorge geziemt dem Alter, damit die Jugend eine Zeitlang sorglos sein könne.
Bedeutung
Goethe formuliert eine zärtliche Rollenverteilung zwischen den Generationen. Es ist die Aufgabe des Alters, Sorge und Verantwortung zu tragen – nicht aus Schwäche, sondern aus Stärke und Erfahrung. Die Jugend soll eine Zeit der Sorglosigkeit genießen dürfen, denn diese Freiheit ist die Grundlage für ihre Entfaltung, ihr Träumen und ihr Wachsen. Das Zitat beschreibt eine Form elterlicher und gesellschaftlicher Fürsorge, bei der die ältere Generation bewusst Lasten übernimmt, um der jüngeren den nötigen Raum zu schaffen.
Verwendung
Ideal in Texten über Generationenverantwortung, Elternschaft und das Verhältnis zwischen Jung und Alt. Treffend in Reden bei Familienfeiern oder Geburtstagen als Würdigung des stillen Engagements älterer Menschen. Auch passend in sozialpolitischen Diskussionen über gesellschaftliche Fürsorge und Verantwortungsübernahme zwischen Generationen.
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Über Johann Wolfgang von Goethe
Über den Autor
Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.
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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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