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Den inneren Frieden die nicht zu stören

Spruchbild: Den inneren Frieden die nicht zu stören, in andrer Achtung stets zu steigen, habe den Mut, …

Den inneren Frieden die nicht zu stören, in andrer Achtung stets zu steigen, habe den Mut, die Wahrheit zu hören, und die Klugheit, sie zu verschweigen.

Bedeutung

Heinrich Leuthold formuliert in diesem Gedicht eine Klugheitsregel über Wahrheit und inneren Frieden: Man soll den Mut haben, die Wahrheit zu hören – aber die Klugheit, sie zu verschweigen. Das Zuhören erfordert Mut; das Schweigen erfordert Klugheit. Die Wahrheit zu kennen und dennoch zu schweigen, wenn Sprechen schadet oder nichts nützt, ist eine hohe Form der sozialen Intelligenz. Leuthold beschreibt damit eine Tugend, die Aufrichtigkeit mit taktischem Feingefühl verbindet: Man bleibt der Wahrheit verpflichtet, ohne sie wahllos zu verbreiten.

Verwendung

Passend als Leuthold-Zitat in Texten über Wahrheit, Takt und die Klugheit des Schweigens sowie für Beiträge über soziale Intelligenz, Kommunikation und den weisen Umgang mit unbequemen Erkenntnissen. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Kunst, Wahres zu wissen und dennoch zu schweigen.

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Über Heinrich Leuthold

Über den Autor

Dichter · Schweizerisch · 1827 - 1879

Heinrich Leuthold (1827–1879) war Schweizer Lyriker, Übersetzer und Mitglied des Münchner Dichterkreises „Krokodil“.

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Er übertrug Autoren wie Byron, Victor Hugo und Shakespeare und suchte eine kraftvolle, formbewusste deutsche Sprache. Leutholds Leben war von journalistischer Arbeit, unsteter Existenz und gesundheitlichem Niedergang geprägt. Seine Gedichte stehen zwischen politischem Ton, Klassizitätssehnsucht und persönlicher Bitterkeit.

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