
Wer will, dass sein Sohn Respekt vor ihm und seinen Anweisungen hat, muss selbst große Achtung vor seinem Sohn haben
Bedeutung
Locke formuliert ein pädagogisches Prinzip des gegenseitigen Respekts: Autorität durch bloße Hierarchie erzeugt keine echte Achtung – Respekt entsteht durch Vorleben. Wer von seinem Kind erwartet, geachtet zu werden, muss zeigen, was Achtung bedeutet – durch eigene Achtung dem Kind gegenüber. Der Satz berührt Familie und Erziehung, ohne sie nur sentimental zu behandeln. Er fragt nach Verantwortung, Achtung oder Bindung und eignet sich deshalb besonders für Situationen, in denen Nähe auch Haltung verlangt.
Verwendung
Als pädagogisches Grundprinzip für Erziehung durch Vorleben. Passend in Eltern-Kind-Gesprächen, pädagogischen Diskussionen oder als Argument, dass Respekt keine Einbahnstraße ist. Passend ist er für Familienkarten, Elternbriefe, Geburtstage oder Erziehungstexte. Der Begleittext sollte warm bleiben und keine starre Erwartung an Familie oder Kinder formulieren. Ein kurzer persönlicher Zusatz sollte den Anlass nennen, damit der Spruch nicht austauschbar wirkt.
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Über John Locke
Über den Autor
Philosoph · Englisch · 1632 - 1704
John Locke (1632–1704) war ein englischer Philosoph, der als Vater des Liberalismus gilt und mit seiner Vertragstheorie die US-amerikanische Unabhängigkeitserklärung maßgeblich beeinflusste.
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Als Hauptvertreter des britischen Empirismus vertrat Locke die Überzeugung, dass alle Erkenntnis allein auf Erfahrung beruht. In seinem Werk „Two Treatises of Government" begründete er das Recht auf Widerstand gegen Regierungen, die Naturrechte wie Leben, Freiheit und Eigentum nicht schützen. Seine Ideen flossen direkt in die Verfassungen der USA und des revolutionären Frankreichs ein.

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