
Der Trieb zum Guten ist dem Menschen eingepflanzt von Natur wie dem Wasser der Trieb, bergab zu fließen.
Bedeutung
Dieses volkskundliche Sprichwort aus der ostasiatischen Weisheitstradition formuliert eine Überzeugung über das Gute als natürliche Anlage des Menschen: Der Hang zum Guten ist dem Menschen von Natur aus eingepflanzt – so selbstverständlich wie Wasser bergab fließt. Das ist eine optimistische Anthropologie: Güte ist keine Errungenschaft, sondern eine Disposition; sie muss nicht erst anerzogen werden, sie muss nur nicht unterdrückt werden. Das Sprichwort widerspricht der Überzeugung von der natürlichen Schlechtigkeit des Menschen und beschreibt stattdessen Güte als natürlichen Lauf der Dinge.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über menschliche Natur, Güte und optimistische Anthropologie. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die natürliche Anlage zur Güte und die Bedingungen, unter denen das Gute im Menschen zum Fließen kommt. Das Sprichwort beschreibt Güte als natürlichen Lauf der Dinge, der freigesetzt werden will.
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