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Lieben uns die Frauen, so verzeihen sie uns alles

Spruchbild: Lieben uns die Frauen, so verzeihen sie uns alles, selbst unsere Vergehen. Lieben sie uns  …

Lieben uns die Frauen, so verzeihen sie uns alles, selbst unsere Vergehen. Lieben sie uns nicht, so verzeihen sie uns nichts, selbst unsere Tugenden nicht.

Bedeutung

Honoré de Balzac formuliert in diesem Zitat eine nüchterne Beobachtung über die weibliche Liebe und ihre Konsequenzen: Wenn Frauen lieben, vergeben sie alles – selbst Vergehen. Wenn sie nicht lieben, vergeben sie nichts – selbst Tugenden nicht. Das ist eine zugespitzte Aussage über die Macht der Zuneigung als Urteilsmaßstab: Was die Liebe trübt, nimmt man hin; was sie fehlt, findet man nirgends gut. Balzac, der selbst leidenschaftliche und komplizierte Liebesbeziehungen hatte, beschreibt damit eine Dynamik, die er in seiner Comédie humaine immer wieder literarisch erkundete.

Verwendung

Passend als Balzac-Zitat in Texten über Liebe, Verzeihung und die parteiische Logik der Zuneigung sowie für Beiträge über Beziehungspsychologie, Realismus und die Wirkung von Liebe und Abneigung auf das Urteil. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Macht der Liebe als Bewertungsmaßstab.

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Über Honoré de Balzac

Über den Autor

Schriftsteller · Französisch · 1799 - 1850

Honoré de Balzac (1799–1850) schuf mit „La Comédie humaine" einen 88-teiligen, unvollendeten Romanzyklus über die französische Gesellschaft seiner Zeit.

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Obwohl er der Romantiker-Generation angehörte, wird Balzac gemeinsam mit Stendhal und Gustave Flaubert als einer der drei großen französischen Realisten des 19. Jahrhunderts betrachtet. Seine Romane und Erzählungen aus „La Comédie humaine" entwerfen ein panoramisches Gesellschaftsbild Frankreichs – von der Aristokratie bis zum Bürgertum.

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