
Mit tierischer Geschäftigkeit häuft man einen Berg von Reichtum an, das Leben aber bleibt dabei arm.
Bedeutung
Epikur kritisiert rastlose Erwerbstätigkeit, die äußeren Reichtum anhäuft und inneres Leben verarmen lässt. „Tierische Geschäftigkeit“ ist ein starkes Bild: Arbeit wird nicht mehr vernünftig, sondern triebhaft, gehetzt und blind. Der Berg von Reichtum wirkt groß, doch daneben bleibt das Leben arm, weil Muße, Freundschaft, Maß und Freude fehlen. Der Satz passt zu Epikurs Denken, das nicht Besitz, sondern gelassene Genügsamkeit als Weg zu einem guten Leben betont.
Verwendung
Das Zitat passt zu Texten über Work-Life-Balance, Konsumkritik, Ruhestand, Burnout-Prävention oder Geburtstagskarten an Menschen, die zu viel arbeiten. Es eignet sich als ruhiger Gegenakzent in Business-Kontexten. Bei finanziellen Existenzsorgen sollte es nicht belehrend eingesetzt werden, sondern sehr vorsichtig und menschlich.
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Über Epikur
Über den Autor
Philosoph · 341 - 270 v. Chr.
Epikur (341–270 v. Chr.) war ein griechischer Philosoph, der den Epikureismus begründete und mit seiner hedonistischen Lustlehre seit der Antike Anhänger wie Gegner polarisiert.
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Seine Schule entstand im Hellenismus parallel zur Stoa und trägt den Beinamen „Kepos" – griechisch für Garten –, weil Epikur und seine Anhänger sich regelmäßig in einem Garten versammelten. Der epikureische Lustbegriff wird bis heute häufig missverstanden und fehlgedeutet, obwohl er auf innere Seelenruhe statt auf sinnlichen Genuss abzielt.
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