
Ein andrer halt' auf Geld und Gut; ich liebe Kunst und freien Mut.
Bedeutung
Simon Dach stellt Kunst und freien Mut über Geld und Besitz. Der Sprecher grenzt sich von Menschen ab, die vor allem auf Gut, Reichtum und materielle Sicherheit achten. Stattdessen bekennt er sich zu schöpferischem Leben und innerer Freiheit. Der Reim klingt leicht, trägt aber eine klare Wertentscheidung: Nicht Besitz bestimmt den Rang des Lebens, sondern geistige Freude, künstlerischer Sinn und ungebundene Haltung. Damit wird Armut nicht verklärt, aber Reichtum relativiert.
Verwendung
Passend für Künstlerporträts, Kulturveranstaltungen, Ateliertexte, Boheme-Motive oder persönliche Mottos von Kreativen. Der Spruch eignet sich, wenn ideelle Werte wichtiger erscheinen als materieller Gewinn. In Finanz- oder Vorsorgekontexten wäre er eher unpassend. Auch als kurzer Begleittext in redaktionell kuratierten Sammlungen ist er gut und knapp einsetzbar.
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Über Simon Dach
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1605 - 1659
Simon Dach (1605–1659) schrieb das Lied „Ännchen von Tharau“ und gehörte zum Königsberger Dichterkreis des Barock.
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Er lehrte Poetik an der Universität Königsberg und stand im Zentrum einer literarischen Freundesgesellschaft um Robert Roberthin. Viele seiner Gedichte entstanden zu Hochzeiten, Trauerfällen und anderen Anlässen. Seine Sprache verbindet barocke Gelehrsamkeit mit liedhafter Schlichtheit.

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