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Nicht was wir gestern waren

Spruchbild: Nicht was wir gestern waren,  sondern was wir morgen zusammen sein werden,  vereinigt uns  …

Nicht was wir gestern waren, sondern was wir morgen zusammen sein werden, vereinigt uns zum Staat.

Bedeutung

Ortega y Gasset versteht den Staat nicht als Gemeinschaft aus gemeinsamer Herkunft allein. Nicht das Gestern verbindet, sondern die Vorstellung dessen, was Menschen morgen zusammen sein wollen. Der Satz verschiebt Politik von Abstammung und Vergangenheit zu Zukunft, Projekt und gemeinsamer Aufgabe. Ein Staat entsteht hier durch geteilte Erwartung und Gestaltungswillen, nicht bloß durch Erinnerung, Tradition oder alte Zugehörigkeit. Zukunft wird zum eigentlichen Band politischen Zusammenhalts.

Verwendung

Das Zitat passt zu politischen Reden, Essays über Demokratie, Verfassung, Integration oder Zukunftsprojekte. Es eignet sich besonders, wenn Zusammenhalt nicht rückwärtsgewandt begründet werden soll, sondern durch eine gemeinsame Vorstellung davon, was eine Gesellschaft werden will, etwa in Reformdebatten oder Grundsatzreden.

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Über José Ortega y Gasset

Über den Autor

Philosoph · Spanisch · 1883 - 1955

José Ortega y Gasset (1883–1955) war ein spanischer Philosoph und Essayist, der die Escuela de Madrid begründete und Denker wie María Zambrano und Xavier Zubiri prägte.

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Als Philosoph, Soziologe und Essayist wirkte Ortega y Gasset weit über Spaniens Grenzen hinaus. Neben Miguel de Unamuno gilt er als der herausragendste spanische Denker des 20. Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Schülern zählen neben Zambrano und Zubiri auch Julián Marías Aguilera, José Gaos und Antonio Rodríguez Huéscar.

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