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Jeden Augenblick des Lebens, er falle aus welcher Hand des Schicksals er wolle, den …

Spruchbild: Jeden Augenblick des Lebens, er falle aus welcher Hand des Schicksals er wolle, den günsti …

Jeden Augenblick des Lebens, er falle aus welcher Hand des Schicksals er wolle, den günstigsten sowie den ungünstigsten, zum bestmöglichen zu machen, darin besteht die Kunst des Lebens und das eigentliche Vorrecht eines vernünftigen Wesens.

Bedeutung

Lichtenberg beschreibt Lebenskunst als aktive Antwort auf alles, was das Schicksal reicht. Günstige und ungünstige Augenblicke werden nicht gleichgemacht, aber beide sollen bestmöglich genutzt werden. Die Kunst liegt darin, nicht nur auf gute Umstände zu warten, sondern auch aus schwierigen Momenten Handlungsspielraum zu gewinnen. Das Vorrecht des vernünftigen Wesens besteht in dieser Fähigkeit zur bewussten Deutung und Gestaltung. Dadurch wird Vernunft nicht theoretisch, sondern als Lebenspraxis sichtbar.

Verwendung

Passend für Reden zu Neuanfängen, Krisenbewältigung, Coaching, Tagebuchimpulse oder philosophische Texte über Haltung. Der Spruch eignet sich besonders, wenn Zuversicht nicht als Schönreden, sondern als kluge Arbeit mit den gegebenen Umständen verstanden werden soll. Auch für Abschlüsse, Geburtstage oder Begleitung in Übergangszeiten ist er geeignet.

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Über Georg Christoph Lichtenberg

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1742 - 1799

Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) war der erste deutsche Professor für Experimentalphysik und Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.

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Als Physiker, Naturforscher und Mathematiker vereinte Lichtenberg Naturwissenschaft und Literatur in einer zur Aufklärungszeit seltenen Weise. Er lehrte an der Universität Göttingen, wo er bis zu seinem Tod wirkte und mit seinen sogenannten „Sudelbüchern" ein einzigartiges literarisches Werk hinterließ.

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