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Wer trüge wohl des Lebens Bürden

Spruchbild: Wer trüge wohl des Lebens Bürden, die bald mit ihrem dumpfen Harm ein schwaches Herz erdrü …

Wer trüge wohl des Lebens Bürden, die bald mit ihrem dumpfen Harm ein schwaches Herz erdrücken würden, gäb uns die Freundschaft nicht den Arm!

Bedeutung

Christoph August Tiedge, ein Dichter der Goethezeit, formuliert in diesem Vers eine leidenschaftliche Verteidigung der Freundschaft als lebenswichtige Kraft: Ohne die stützende Hand der Freundschaft wären die Bürden des Lebens – die Sorgen, Verluste und Niederlagen – für ein schwaches Herz nicht zu tragen. Freundschaft ist hier nicht Annehmlichkeit, sondern Notwendigkeit. Der Vers gehörte zu den populärsten Poesiealbum-Einträgen des 19. Jahrhunderts, weil er das Gefühl der geteilten Last auf eine schlichte, aber bewegende Weise beschreibt: Wer Freunde hat, ist nicht allein unter dem Gewicht des Lebens.

Verwendung

Passend als Poesiealbum-Vers oder persönlicher Spruch über Freundschaft und Beistand sowie für Texte über Loyalität, emotionale Unterstützung und den Wert verlässlicher Beziehungen. Auch geeignet als Zitat in Reden über Freundschaft, Dankbarkeit oder als literarisches Wort bei Jubiläen. Für volkskundliche Poesiealbum-Sammlungen, Texte über Freundschaft in der Geschichte oder persönliche Widmungen über verlässliche Begleitung bietet dieser Tiedge-Vers einen bewegenden, zeitlosen Beitrag.

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Über Christoph A. Tiedge

Über den Autor

1752 - 1841

Christoph August Tiedge (1752–1841) war ein deutscher Dichter, dessen Werk von Empfindsamkeit, Freundschaftspathos und moralischer Erhebung geprägt ist. Seine Verse suchen Trost, Herzensbildung und eine versöhnliche Deutung menschlicher Leiden. Tiedges Sprüche behalten dort Gewicht, wo sie Schmerz nicht erklären wollen, sondern durch Anteilnahme und ein zweites Herz erträglicher machen.

Mehr erfahren

Christoph August Tiedge (1752–1841) war ein im 19. Jahrhundert viel gelesener Dichter, dessen Name besonders mit dem Gedichtwerk „Urania" verbunden ist. Seine Sprache gehört zur empfindsamen und moralisch-erbaulichen Literatur: Freundschaft, Trost, Tugend und das Bedürfnis nach seelischer Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt. Aus heutiger Sicht kann dieser Ton feierlich wirken, doch er erklärt die starke Wirkung seiner Verse in einer Kultur, die Dichtung auch als Lebenshilfe verstand. Tiedges Sprüche behalten dort Gewicht, wo sie Schmerz nicht erklären wollen, sondern durch Anteilnahme und ein zweites Herz erträglicher machen.

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