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Nichts ist gewisser als der Tod

Spruchbild: Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde.

Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde.

Bedeutung

Anselm von Canterbury bringt die Gewissheit des Todes und die Ungewissheit seines Zeitpunkts in eine klare Spannung. Niemand kann dem Tod ausweichen, zugleich weiß niemand, wann er kommt. Der Spruch ist nüchtern und ernst, eher mahnend als tröstend. Er erinnert an die Begrenztheit des Lebens und kann dazu anregen, bewusster zu leben, Beziehungen nicht aufzuschieben und Wesentliches nicht zu vertagen. In Trauertexten wirkt er stark, aber auch schwer und nachdrücklich.

Verwendung

Geeignet für nachdenkliche Trauerreden, philosophische Texte, Andachten oder Betrachtungen über Vergänglichkeit. Für sehr frische Kondolenzkarten kann der Spruch zu hart wirken; besser passt er, wenn bewusst über Endlichkeit, Lebensführung und Vorbereitung gesprochen wird. Auch für kurze Begleittexte bietet er einen klaren, gut verständlichen Bezug zum jeweiligen Anlass und dessen Stimmung.

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Über Anselm von Canterbury

Über den Autor

Philosoph · 1033 - 1109

Anselm von Canterbury (1033–1109) formulierte das ontologische Gottesargument und leitete als Erzbischof die Kirche von Canterbury.

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Der aus Aosta stammende Benediktiner wurde zunächst Abt von Bec in der Normandie. In seinen Schriften verband er Glauben mit rationaler Durchdringung und prägte die Formel „fides quaerens intellectum“. Konflikte mit den englischen Königen entzündeten sich an der Frage kirchlicher Unabhängigkeit.

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