
Die Seele nährt sich von dem, worüber sie sich freut.
Bedeutung
Augustinus benennt eine tiefe Wahrheit über das Verhältnis von Seele und Freude: Die Seele zieht ihre Kraft und Nahrung aus dem, was sie wirklich erfreut und begeistert. Nicht Pflicht, nicht Anstrengung allein – sondern echte innere Freude ernährt das seelische Leben und hält es lebendig und offen. Wer sich lange von Freude fernhält, verkümmert innerlich. Diese Erkenntnis hat ebenso viel psychologische wie spirituelle Tiefe und bleibt über Jahrhunderte aktuell.
Verwendung
Passend für Texte über Lebensfreude, Spiritualität und inneres Wachstum durch echte Begeisterung. Geeignet in Essays über seelisches Gleichgewicht, als Zitat bei Gottesdiensten oder Besinnungsveranstaltungen sowie in Beiträgen über Freude als zentrales Lebensprinzip und geistliche Nahrung. Gut auch für Beiträge, die das spirituelle Fundament der Lebensfreude und die seelische Notwendigkeit echter innerer Begeisterung beschreiben.
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Über Augustinus
Über den Autor
354 - 430
Augustinus (354–430), römischer Bischof von Hippo Regius und Kirchenlehrer, formte mit seiner Sexualethik, der Lehre vom gerechten Krieg und seiner Kritik an Häresien das westliche Christentum bis in die Neuzeit.
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Nach Jahren als Manichäer ließ er sich 387 unter dem Einfluss des Bischofs Ambrosius von Mailand taufen und wurde 395 Bischof von Hippo Regius, ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte. Als einer der vier lateinischen Kirchenväter besaß sein Konsens in dogmatischen und exegetischen Fragen kanonische Geltung. Sein Gedenktag wird von der römisch-katholischen, evangelischen und anglikanischen Kirche am 28. August begangen.
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