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Jede Furcht rührt daher, dass wir etwas lieben

Spruchbild: Jede Furcht rührt daher, dass wir etwas lieben.

Jede Furcht rührt daher, dass wir etwas lieben.

Bedeutung

Thomas von Aquin, der mittelalterliche Theologe und Systematiker des christlichen Denkens, formuliert in diesem Zitat eine tiefe psychologische und theologische Einsicht: Furcht ist nicht grundlos – sie entsteht, weil wir etwas lieben, das wir zu verlieren fürchten. Wer nichts liebt, fürchtet nichts. Wer viel liebt, fürchtet viel. Das ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Bindung und Engagement. Aquin nimmt damit die Furcht aus dem Bereich des bloß Negativen heraus und deutet sie als Kehrseite der Liebe und des Lebens.

Verwendung

Passend als Thomas-von-Aquin-Zitat in Texten über Furcht, Liebe und die Psychologie des Verlustes sowie für philosophische und religiöse Beiträge über die Verbindung von Liebe und Angst. Auch geeignet als nachdenkliches Wort in Reden über Mut, Furcht und die Bereitschaft, trotz Angst zu lieben.

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Über Thomas von Aquin

Über den Autor

Philosoph · 1225 - 1274

Thomas von Aquin (1225–1274) war ein italienischer Dominikanerpriester, dessen scholastische Synthese von Philosophie und katholischer Theologie bis heute im Neuthomismus nachwirkt.

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Die Kirche verlieh ihm den Ehrentitel „Doctor Angelicus" und verehrt ihn als Heiligen. Sein umfangreiches Werk gilt bis heute als Lehrstandard an theologischen Universitäten der römisch-katholischen Kirche. Geboren nahe Roccasecca in Italien, verbrachte er sein Leben im Dominikanerorden und starb 1274 in Fossanova.

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