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Wissen, dass man nichts weiß, ist wahre Weisheit

Spruchbild: Wissen, dass man nichts weiß, ist wahre Weisheit.  Nichtwissen für Wissen achten ist Leid.

Wissen, dass man nichts weiß, ist wahre Weisheit. Nichtwissen für Wissen achten ist Leid.

Bedeutung

Laotse formuliert die taoistische Version des sokratischen Paradoxons: Wer seine Unwissenheit kennt, ist weise – denn er bleibt offen, lernfähig, bescheiden. Wer sein Unwissen für Wissen hält, leidet: Er trifft falsche Entscheidungen, weist Korrekturen ab, bleibt in einem geschlossenen System. Selbsttäuschung über die eigene Kompetenz ist Ursache von Schmerz. Im Zusammenhang mit Klugheit gewinnt der Gedanke zusätzliches Gewicht, weil er eine konkrete Haltung sichtbar macht. Gerade dadurch eignet sich der Spruch für Leserinnen und Leser, die eine kurze Aussage mit erkennbarem innerem Kern suchen. Der Satz zielt auf Lernen, Können oder Orientierung als praktische Erfahrung. Er wirkt nicht durch bloße Belehrung, sondern dadurch, dass er eine konkrete Haltung zu Irrtum, Ziel oder Wissen verlangt.

Verwendung

Als Argument für intellektuelle Bescheidenheit. Passend in Gesprächen über Lernen und Selbsterkenntnis, als Einladung zur ehrlichen Kompetenzeinschätzung oder als taoistisches Pendant zum Sokrates-Spruch in Bildungskontexten. Er passt in Karten, kurze Reden oder persönliche Nachrichten, wenn der Bezug konkret bleibt. Er passt in Karten, kurze Reden oder persönliche Nachrichten, wenn der Bezug konkret bleibt. Passend ist er für persönliche Nachrichten, kurze Reden oder Reflexionen, wenn der Anlass die Aussage wirklich trägt. Ein konkreter Bezug macht den Spruch wärmer und weniger austauschbar.

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Über Laotse

Über den Autor

Philosoph · 6. Jhdt.

Laotse (6. Jh. v. Chr.) war ein legendärer chinesischer Philosoph, dem das Daodejing zugeschrieben wird – das Hauptwerk des von ihm begründeten Daoismus.

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Ob Laotse tatsächlich existierte, ist bis heute ungeklärt: Der Chronist Sima Qian gestand im 1. Jahrhundert v. Chr. selbst, widersprüchliche Quellen vorzufinden. Das ihm zugeschriebene Daodejing entstand wohl spätestens im 4. Jahrhundert v. Chr. und wurde erst unter Han-Kaiser Jing (157–141 v. Chr.) unter diesem Titel zusammengefasst.

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Quadratisches Spruchbild: Wissen, dass man nichts weiß, ist wahre Weisheit.  Nichtwissen für Wissen achten ist Leid.

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