
Dass du nicht kannst, sei dir vergeben, doch nimmermehr, dass du nicht willst.
Bedeutung
Henrik Johan Ibsen, der norwegische Dramatiker, formuliert in diesem Aphorismus eine ethische Unterscheidung zwischen Unvermögen und Unwillen: Wer etwas nicht kann, verdient Nachsicht – Grenzen sind menschlich. Wer aber nicht will und dieses Nicht-Wollen hinter einem angeblichen Nicht-Können versteckt, verdient keine Vergebung. Das ist eine direkte Anklage gegen Feigheit und Selbstbetrug: den Mangel an Mut durch vorgetäuschte Unfähigkeit zu bemänteln. Ibsen, der in seinen Stücken immer wieder Figuren zeigte, die sich selbst belügen, kannte diese Strategie der Selbstentschuldigung als ein zentrales menschliches Problem.
Verwendung
Passend als Ibsen-Zitat in Texten über Mut, Verantwortung und die Unterscheidung zwischen Unvermögen und Unwillen sowie für Beiträge über Selbstehrlichkeit, Charakterstärke und die Kosten der Selbsttäuschung. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Entschlusskraft und den Mut zum Wollen.
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Über Henrik Johan Ibsen
Über den Autor
Schriftsteller · 1828 - 1906
Henrik Johan Ibsen (1828–1906) war ein norwegischer Dramatiker, dessen realistische Gesellschaftsstücke wie „Nora" und „Hedda Gabler" ihn zum meistgespielten Dramatiker der Welt nach Shakespeare machten.
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Ibsen verbrachte 27 Jahre seines Lebens in Italien und Deutschland – vor allem in Rom, Dresden und München – bevor er 1891 nach Christiania zurückkehrte. Seine frühen Werke wie „Peer Gynt" sind in Reimform gehalten und verbinden Poesie mit Gesellschaftssatire, während seine späteren Dramen durch einen psychologisch-realistischen Stil geprägt sind. Als Mitbegründer des Modernismus im Theater griff er häufig Motive aus seiner Heimatstadt Skien und seinem eigenen Familienleben auf.

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— Friedrich Nietzsche
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