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In den ersten Lebensjahren eines Kindes

Spruchbild: In den ersten Lebensjahren eines Kindes  bringen ihm die Eltern Gehen und Sprechen bei,  i …

In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen und Sprechen bei, in den späteren verlangen sie dann, dass es stillsitzt und den Mund hält.

Bedeutung

Nestroy legt den Widerspruch vieler Erziehungserwartungen offen. Erst fördern Eltern Gehen und Sprechen, also Selbstständigkeit und Ausdruck; später sollen Kinder ruhig sitzen und schweigen. Die Pointe wirkt komisch, trifft aber eine ernste Spannung: Erwachsene wünschen Entwicklung, solange sie kontrollierbar bleibt. Der Spruch kritisiert nicht Erziehung insgesamt, sondern ihre Ungeduld mit genau den Fähigkeiten, die sie zuvor mühsam hervorgebracht hat. Das macht den Spruch zu mehr als Elternspott; er fragt nach der Logik erwachsener Kontrolle.

Verwendung

Passend ist der Spruch für Elternabende, Familienfeiern, pädagogische Texte oder humorvolle Karten zur Geburt und Kleinkindzeit. Bei ernsten Erziehungsproblemen sollte er nur als leichter Einstieg dienen, nicht als Abwertung notwendiger Regeln. Bei Geburtskarten ist er eher witzig-vorausschauend; in pädagogischen Texten kann er ernster gelesen werden.

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Über Johann Nepomuk Nestroy

Über den Autor

Dramatiker · Österreichisch · 1801 - 1862

Johann Nepomuk Nestroy (1801–1862) war österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Opernsänger (Bass), dessen Werk den literarischen Höhepunkt des Alt-Wiener Volkstheaters bildet.

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Johann Nepomuk Nestroy steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Johann Nepomuk Nestroy wird häufig als österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Opernsänger eingeordnet. Johann Nepomuk Nestroy war als österreichischer dramatiker prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von Johann Nepomuk Nestroy wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.

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