
Die Statistik ist die erste der ungenauen Wissenschaften.
Bedeutung
Goncourt nennt Statistik die erste der ungenauen Wissenschaften und trifft damit eine skeptische Pointe. Statistik arbeitet wissenschaftlich, aber ihre Ergebnisse hängen von Auswahl, Messung, Deutung und Darstellung ab. Der Satz bestreitet nicht jeden Nutzen von Zahlen, sondern warnt vor falscher Genauigkeit. Gerade dort, wo Daten objektiv wirken, können Unsicherheiten, Annahmen und Verkürzungen verborgen sein. Die Aussage verlangt kritisches Lesen statt Zahlenverehrung und Scheinsicherheit bei Entscheidungen.
Verwendung
Geeignet für Business, Wissenschaftskommunikation, Datenanalyse, Journalismus oder Vorträge über Kennzahlen. Der Spruch passt, wenn Statistiken ernst genommen, aber nicht blind geglaubt werden sollen. In Managementkontexten kann er vor scheinbarer Präzision und unkritischem Reporting warnen, ohne Daten pauschal abzuwerten oder zu verspotten.
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Über Jules de Goncourt
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1830 - 1870
Jules de Goncourt (1830–1870) schrieb mit seinem Bruder Edmond Romane und Tagebücher über Milieus, Kunst und Gesellschaft im Zweiten Kaiserreich.
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Die Brüder arbeiteten so eng zusammen, dass viele Texte nur gemeinsam verstanden werden können. Jules starb früh, was Edmonds Werk und Selbstverständnis dauerhaft bestimmte. Ihr Stil sucht Präzision, Beobachtung und oft eine fast sezierende Milieuschilderung.

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