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Wenn eine Frau die Schönheit einer andern anerkennt

Spruchbild: Wenn eine Frau die Schönheit einer andern anerkennt,  so darf man daraus schließen,  dass  …

Wenn eine Frau die Schönheit einer andern anerkennt, so darf man daraus schließen, dass sie sich selber für schöner hält...

Bedeutung

Jean de la Bruyère formuliert hier eine feine und hinterhältige psychologische Beobachtung über das Verhältnis von Lob und verborgenem Selbstbild: Wer die Schönheit einer anderen Frau offen anerkennt, tut dies oft aus einer Position innerer Sicherheit heraus – getragen von der stillen, kaum eingestandenen Gewissheit, selbst schöner oder zumindest ebenbürtig zu sein. Das Zitat enthüllt, wie selbst scheinbare Großzügigkeit und Offenheit stets von einem verborgenen Ego-Kalkül begleitet sein kann.

Verwendung

Passend für humorvolle oder analytische Texte über menschliche Psychologie, soziale Vergleiche und die feinen Mechanismen von Eitelkeit und verborgenem Selbstbild und Selbstwert. Geeignet für Kolumnen, Essays oder Zitate-Sammlungen rund um Neid, Selbstwahrnehmung und gesellschaftliche Schönheitsideale. Eine scharfsinnige, gültige Beobachtung.

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Über Jean de la Bruyère

Über den Autor

Schriftsteller · Französisch · 1645 - 1696

Jean de La Bruyère (1645–1696) war ein französischer Schriftsteller, dessen einziges Werk „Les Caractères" gesellschaftliche Typen und Sitten des Hoflebens unter Ludwig XIV. satirisch porträtierte.

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Jean de la Bruyère steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Jean de la Bruyère wird häufig als französischer Schriftsteller eingeordnet. Jean de la Bruyère war als französischer schriftsteller prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von Jean de la Bruyère wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.

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