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Ein Freund, der mir den Spiegel zeiget

Spruchbild: Ein Freund, der mir den Spiegel zeiget,  den kleinsten Flecken nicht verschweiget,  mich f …

Ein Freund, der mir den Spiegel zeiget, den kleinsten Flecken nicht verschweiget, mich freundlich warnt, mich herzlich schilt, wenn ich nicht meine Pflicht erfüllt: Der ist mein Freund!

Bedeutung

Christian Fürchtegott Gellert, der aufklärerische Dichter und Moralist, zeichnet in gereimter Form das Bild eines wahren Freundes: einer, der nicht beschönigt oder schweigt, sondern klar benennt, wo man Fehler macht – und der dabei freundlich mahnt und herzlich tadelt. Das Spiegel-Zeigen steht für mutige Ehrlichkeit ohne Bösartigkeit. Ein Freund, der kritisiert, weil er es aufrichtig gut meint, ist der wertvollste Freund, den man haben kann.

Verwendung

Ideal für Texte über echte Freundschaft, Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen als Grundlage tiefer Beziehungen. Gut verwendbar auf Freundschaftskarten, in Reden über wahre Loyalität, in pädagogischen Texten über den Wert konstruktiver Kritik oder als Eingangszitat für Essays über aufrichtiges Feedback und ehrliche Freundschaft.

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Über Christian Fürchtegott Gellert

Über den Autor

Philosoph · Deutsch · 1715 - 1769

Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769) war deutscher Dichter und Moralphilosoph der Aufklärung, der neben Christian Felix Weiße als meistgelesener Schriftsteller seiner Zeit galt.

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Geboren am 4. Juli 1715 in Hainichen, verbrachte Gellert den Großteil seines Lebens in Leipzig, wo er am 13. Dezember 1769 starb. Als Vertreter der Aufklärung verband er dichterisches Schaffen mit moralphilosophischem Denken und erreichte damit ein breites Lesepublikum im deutschsprachigen Raum.

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