
Je mehr ein Reicher und ein Aschenbecher ansammeln, desto schmutziger werden sie.
Bedeutung
Das fernöstliche Sprichwort zieht einen provokanten Vergleich: Reichtum und Abfall teilen eine Eigenschaft – das Ansammeln macht sie schmutziger. Den Reichen nicht im moralischen Sinn, sondern in dem Sinn, dass Anhäufen um des Anhäufens willen mit Unreinheit verbunden ist – mit Gier, Rücksichtslosigkeit oder dem Verlust von Maß. Der Aschenbecher als Bild ist treffend: Er sammelt, was andere übriglassen, und wird dabei selbst zum Abfallbehälter. Das Sprichwort kritisiert nicht Wohlstand, sondern maßloses Akkumulieren.
Verwendung
In Essays oder Reden über Reichtum, Gier oder den gesellschaftlichen Wert von Mäßigung eignet sich das Bild gut. Als Denkanreiz für Diskussionen über Überkonsum oder materiellen Exzess lässt es sich verwenden. In persönlichen Gesprächen wirkt es schnell wie ein pauschales Urteil über Reiche – besser in analytischen als in polemischen Kontexten.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 4.67 von 5 (3 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.97 von 5

Ähnliche Sprüche
Der Mensch besitzt nichts Wertvolleres als seine Zeit.
— Ludwig van Beethoven
Um einander zu verstehen, brauchen die Menschen nur wenig Worte. Viele Worte brauchen sie nur, um sich nicht zu ver …
Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil …
Zufriedenheit bringt auch in der Armut Glück. Unzufriedenheit ist Armut, auch im Glück.
— Konfuzius