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Räuber von Geld richtet man hin

Spruchbild: Räuber von Geld richtet man hin,  Räuber von Ländern macht man zu Königen.

Räuber von Geld richtet man hin, Räuber von Ländern macht man zu Königen.

Bedeutung

Dieser Aphorismus aus fernöstlicher Überlieferung beschreibt die moralische Ungleichbehandlung von Verbrechen je nach Ausmaß und Macht des Täters. Der kleine Dieb, der Münzen stiehlt, wird bestraft - der große Eroberer, der ganze Länder nimmt, wird zum König gemacht. Das Zitat kritisiert eine Rechts- und Gesellschaftsordnung, in der Macht über Gerechtigkeit steht und großmaßstäbliche Gewalt mit Würde belohnt wird. Die Schaerfe entsteht aus dem Vergleich von Kleinkriminalitaet und imperialer Gewalt: Er zeigt, wie dieselbe Handlung je nach gesellschaftlicher Machtposition als Verbrechen oder als Herrschaftserfolg erscheint.

Verwendung

Passend fuer politisch-kritische Texte und Essays ueber strukturelle Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch. Geeignet in historischen oder philosophischen Sammlungen ueber staatliche Gewalt und Doppelmoral. Hinweis fuer die Redaktion: Das Zitat kritisiert politische Machtverhältnisse explizit und kann je nach Kontext als Kommentar zu aktuellen Konflikten gelesen werden. Verwendung mit Bedacht und Kontext.

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