
Wer nie jagte und nie liebte, nie den Duft der Blumen suchte und nie beim Klang der Musik erbebte, ist kein Mensch, sondern ein Esel.
Bedeutung
Der Spruch arbeitet mit einer groben Zuspitzung: Menschsein zeigt sich hier nicht allein in Vernunft oder Pflichterfüllung, sondern in leidenschaftlicher Erfahrung. Jagen, Lieben, Blumenduft und Musik stehen für Sinne, Mut, Begehren und Empfänglichkeit. Wer all das nie sucht, erscheint im Bild des Spruchs stumpf und unlebendig. Die Pointe ist bewusst überhart formuliert und wertet Menschen ab, die anders leben. Inhaltlich geht es um die Aufforderung, das Leben nicht nur korrekt, sondern intensiv wahrzunehmen.
Verwendung
Allenfalls für derbe, historische oder sehr informelle Sammlungen über Lebenslust und Sinnlichkeit geeignet. In Glückwünschen, pädagogischen Texten oder seriösen Zitaten wirkt die Beschimpfung schnell verletzend und sollte nicht unkommentiert stehen. Redaktioneller Hinweis: Wegen der abwertenden Tierbezeichnung und pauschalen Abwertung bitte nur nach bewusster Prüfung verwenden.
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