
Was ist selbst der glücklichste Mensch ohne Glauben? Eine schöne Blume in einem Glase Wasser, ohne Wurzel und ohne Dauer.
Bedeutung
Börne vergleicht einen Menschen ohne Glauben mit einer schönen Schnittblume im Wasser: äußerlich ansprechend, aber ohne Wurzel und daher ohne Dauer. Der Spruch versteht Glauben als Halt, Ursprung und Lebensgrund. Aus heutiger Sicht ist die Aussage stark religiös wertend, weil sie Glück ohne Glauben grundsätzlich in Frage stellt. Inhaltlich spricht sie über Bedürfnis nach Verwurzelung, Hoffnung und tragender Überzeugung. Die Pflanzenmetapher macht den Gedanken anschaulich, weil Schönheit ohne Wurzel als vorübergehend erscheint.
Verwendung
Nur für ausdrücklich religiöse oder glaubensbezogene Kontexte geeignet, etwa Andachten, Glaubensgespräche oder historische Zitatsammlungen. Hinweis für die Redaktion: Der Spruch wertet nichtreligiöse Lebensentwürfe ab und sollte nicht in allgemeinen Glücks-, Lebens- oder Hoffnungssammlungen automatisch erscheinen. Besonders wichtig ist eine Einordnung, wenn Leserinnen und Leser unterschiedliche religiöse oder nichtreligiöse Überzeugungen haben.
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Über Ludwig Börne
Über den Autor
Deutsch · 1786 - 1837
Ludwig Börne (1786–1837) war ein im Frankfurter Ghetto geborener Journalist und Kritiker, dessen pointiert-witzige Schreibweise das deutsche Feuilleton begründete.
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Geboren als Juda Löb Baruch im jüdischen Ghetto Frankfurts, nahm er den Namen Ludwig Börne an. Als Literatur- und Theaterkritiker entwickelte er eine anschauliche, witzige Prosa, die ihn in die Nähe Jean Pauls rückt. Er starb 1837 im Pariser Exil, wohin ihn sein politisches Engagement geführt hatte.
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