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Unsere Zeit krankt daran

Spruchbild: Unsere Zeit krankt daran,  dass es zu wenige Menschen gibt und zuviele Leute.

Unsere Zeit krankt daran, dass es zu wenige Menschen gibt und zuviele Leute.

Bedeutung

Der Philosoph Ortega y Gasset unterscheidet scharf zwischen »Menschen« und »Leuten«: Menschen sind nach seinem Verstaendnis Individuen mit innerer Tiefe, Eigenverantwortung und echtem Charakter. »Leute« hingegen sind die austauschbare Masse ohne eigenes Profil und Urteilsvermoegen. Das Zitat klagt eine Zeit an, in der oberflaechliche Konformitaet und Massenverhalten ueberwiegen und individuelle Persoenlichkeit zur Rariaet wird. Der Gegensatz ist bewusst zugespitzt und elitär gefaerbt, trifft aber eine dauerhafte Sorge: Gesellschaft kann Menschen zur Anpassung druecken, bis Eigenart und Verantwortung verschwimmen.

Verwendung

Passend fuer kulturkritische Essays und philosophische Texte ueber Individualitaet und Massengesellschaft. Geeignet fuer Beitrage ueber Charakterbildung, Authentizitaet und die Krise der eigenstaendigen Persoenlichkeit. Spricht Leser an, die sich Gedanken ueber Eigenstaendigkeit und Integritet in einer standardisierten Gesellschaft machen. Der Satz eignet sich besonders fuer nachdenkliche Texte, die Masse, Konformitaet und persoenliche Verantwortung kritisch gegeneinander stellen.

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Über José Ortega y Gasset

Über den Autor

Philosoph · Spanisch · 1883 - 1955

José Ortega y Gasset (1883–1955) war ein spanischer Philosoph und Essayist, der die Escuela de Madrid begründete und Denker wie María Zambrano und Xavier Zubiri prägte.

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Als Philosoph, Soziologe und Essayist wirkte Ortega y Gasset weit über Spaniens Grenzen hinaus. Neben Miguel de Unamuno gilt er als der herausragendste spanische Denker des 20. Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Schülern zählen neben Zambrano und Zubiri auch Julián Marías Aguilera, José Gaos und Antonio Rodríguez Huéscar.

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