
Allzeit gewinnen macht verdächtig, allzeit verlieren macht verächtlich
Bedeutung
Das Sprichwort misstraut dauerhaften Extremen. Wer immer gewinnt, wirkt verdächtig, weil solches Glück oder solcher Erfolg unnatürlich, unfair oder manipuliert erscheinen kann. Wer immer verliert, wird dagegen verächtlich gemacht, weil Scheitern sozial schnell abgewertet wird. Der Satz ist hart, aber beobachtet treffend, wie Menschen Erfolg und Misserfolg beurteilen. Er zeigt weniger eine moralische Wahrheit als eine soziale Reaktion: Gleichmäßige Sieger und dauernde Verlierer werden beide kritisch angesehen.
Verwendung
Das Sprichwort passt zu Kommentaren über Wettbewerb, Spiel, Sport, Politik oder beruflichen Erfolg. Es eignet sich, wenn über Misstrauen gegenüber Seriengewinnern oder die Härte gegenüber Verlierern gesprochen wird. Wegen des strengen Tons sollte es eher analytisch als persönlich verletzend eingesetzt werden.
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