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Was wäre es doch für ein Segen

Spruchbild: Was wäre es doch für ein Segen,  wenn wir die Ohren so mühelos  auf- und zumachen könnten  …

Was wäre es doch für ein Segen, wenn wir die Ohren so mühelos auf- und zumachen könnten wie die Augen

Bedeutung

Lichtenberg spielt mit einem körperlichen Vergleich: Augen kann man schließen, Ohren nicht. Daraus entsteht ein Wunsch nach Schutz vor Lärm, Gerede oder unerwünschten Worten. Der Spruch zeigt, wie ausgeliefert Menschen dem Gehörten oft sind. Während man den Blick abwenden kann, dringen Stimmen und Geräusche leichter ein. Humorvoll formuliert er ein Bedürfnis nach Ruhe, Distanz und selbstbestimmter Wahrnehmung. Die Pointe bleibt leicht, berührt aber ein sehr modernes Gefühl von Reizüberflutung und fehlender Abschirmung.

Verwendung

Passt zu Themen wie Lärm, Kommunikation, Überforderung und Alltagsironie. Der Spruch eignet sich, wenn unerwünschtes Gerede oder akustische Reize mit leichter Schärfe kommentiert werden sollen. Auch für Texte über Rückzug und Ruhe ist er passend. Besonders passend ist er für Situationen, in denen Zuhören unfreiwillig wird und Stille plötzlich kostbar erscheint.

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Über Georg Christoph Lichtenberg

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1742 - 1799

Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) war der erste deutsche Professor für Experimentalphysik und Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.

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Als Physiker, Naturforscher und Mathematiker vereinte Lichtenberg Naturwissenschaft und Literatur in einer zur Aufklärungszeit seltenen Weise. Er lehrte an der Universität Göttingen, wo er bis zu seinem Tod wirkte und mit seinen sogenannten „Sudelbüchern" ein einzigartiges literarisches Werk hinterließ.

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