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Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitte wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und …

Spruchbild: Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitte wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von …

Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitte wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder schmeicheln noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun

Bedeutung

Epiktet nutzt die Sonne als Bild für selbstgenügsames, bedingungsloses Gutes. Sie leuchtet ohne Aufforderung, ohne Lob und ohne Beifall – und wird dennoch von der ganzen Welt begrüßt. Der Vergleich zieht eine Linie zum menschlichen Handeln: Güte, die sich am Applaus anderer orientiert, ist nicht wirklich Güte, sondern Auftritt. Echtes Tun des Rechten braucht weder Schmeichelei noch Anerkennung als Antrieb. Epiktet, der stoische Philosoph, formuliert damit eine der Grundbotschaften der Stoa: Tugend ist ihr eigener Grund.

Verwendung

Als Ermutigung zu uneigennützigem Handeln passt das Zitat gut in Reden über Freiwilligenarbeit, Führung oder persönliche Integrität. In Coachings über innere Motivation – Handeln aus Überzeugung statt aus Bedürfnis nach Bestätigung – lässt es sich direkt einsetzen. Als Widmung für Menschen, die ohne Aufmerksamkeit viel Gutes tun, hat es eine besondere Würde.

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Über Epiktet

Über den Autor

Philosoph · Antik-Griechisch · 50 - 138 n. Chr.

Epiktet (um 50–138 n. Chr.) war ein stoischer Philosoph, der als Sklave nach Rom kam und dort lehrte, bevor er in Nikopolis eine eigene Philosophenschule gründete.

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Da Epiktet selbst nichts aufschrieb, ist sein Denken allein durch die Aufzeichnungen seines Schülers Arrian überliefert. Seine Ethik stellt innere Freiheit und moralische Autonomie ins Zentrum: Er trennt strikt zwischen Dingen außerhalb unserer Macht und jenen, die allein dem inneren Einfluss des Menschen unterliegen. Gott ist für ihn in jedem Menschen, der Welt und dem Kosmos als Einheit unmittelbar gegenwärtig.

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