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Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen:

Spruchbild: Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.

Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.

Bedeutung

Balzac wählt ein radikales Bild: Das Eis an den Polen tötet nicht durch Gewalt, sondern durch Kälte – durch die absolute Abwesenheit von Wärme, Bewegung und Leben. Gleichgültigkeit wirkt genauso: Sie ist keine aktive Feindschaft, sondern ein Nichts, das Beziehungen, Engagement und Würde unterhöhlt. Das tötet ist dabei keine Übertreibung, sondern ein klarer Befund. Wer weder Zustimmung noch Ablehnung, weder Interesse noch Kritik erfährt, verliert den Boden, auf dem Leben gedeiht.

Verwendung

In Reden über Engagement, Mitmenschlichkeit oder die Gefahren von Apathie und Passivität ist das Bild sehr eindrucksvoll. In persönlichen Texten über Beziehungen, in denen Desinteresse mehr schadet als Streit, trifft es genau. Als Social-Media-Zitat gegen Gleichgültigkeit in gesellschaftlichen Debatten hat es eine klare, bildhafte Kraft.

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Über Honoré de Balzac

Über den Autor

Schriftsteller · Französisch · 1799 - 1850

Honoré de Balzac (1799–1850) schuf mit „La Comédie humaine" einen 88-teiligen, unvollendeten Romanzyklus über die französische Gesellschaft seiner Zeit.

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Obwohl er der Romantiker-Generation angehörte, wird Balzac gemeinsam mit Stendhal und Gustave Flaubert als einer der drei großen französischen Realisten des 19. Jahrhunderts betrachtet. Seine Romane und Erzählungen aus „La Comédie humaine" entwerfen ein panoramisches Gesellschaftsbild Frankreichs – von der Aristokratie bis zum Bürgertum.

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Quadratisches Spruchbild: Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.

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