
Wie die Ros' in deinem Haare, Mädchen, bist du bald verblüht; schönes Mädchen, ob bewahre vor dem Welken dein Gemüt!
Bedeutung
Nikolaus Lenau, der österreichische Dichter der Romantik, formuliert in diesem Gedicht eine zarte Vergänglichkeitsbetrachtung: Wie die Rose im Haar bald verblüht, so verblüht auch das schöne Mädchen. Der Dichter mahnt sie, ihr Gemüt zu bewahren – die innere Schönheit, die Seele –, denn die äußere Schönheit welkt. Lenau, der selbst von Melancholie geprägt war und die Vergänglichkeit in seinen Gedichten immer wieder besang, beschreibt damit nicht Resignation, sondern eine Einladung: Was dauerhaft ist, ist die innere Haltung, nicht die äußere Erscheinung.
Verwendung
Passend als Lenau-Zitat in Texten über Vergänglichkeit, Schönheit und die Überlegenheit des Inneren über das Äußere sowie für Beiträge über österreichische Romantik, Lyrik und die Besinnung auf dauerhafte innere Werte. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über den Wert der Seele gegenüber der Schönheit des Augenblicks.
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Über Nikolaus Lenau
Über den Autor
Schriftsteller · Österreichisch · 1802 - 1850
Nikolaus Lenau (1802–1850) schrieb melancholische Natur- und Weltschmerzlyrik und gilt als Hauptfigur der österreichischen Spätromantik.
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Sein bürgerlicher Name lautete Nikolaus Niembsch von Strehlenau. Eine Reise in die USA endete rasch in Enttäuschung und fand ihren Niederschlag in kritischen Texten über Amerika. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er nach psychischem Zusammenbruch in einer Heilanstalt.

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