
Wer gut verdient, strengt sich nicht an. Wer sich anstrengt, verdient nicht gut.
Bedeutung
Das fernöstliche Sprichwort beschreibt eine bittere Beobachtung über wirtschaftliche Gerechtigkeit: Hohes Einkommen und harte körperliche Mühe schließen sich in der Realität oft aus. Wer gut verdient, tut das durch Stellung, Besitz oder Wissen – nicht durch Anstrengung im Wortsinne. Wer sich körperlich abmüht, erhält dafür oft wenig. Der Satz enthält keine Lösung, sondern eine klare, ernüchternde Diagnose des gesellschaftlichen Widerspruchs zwischen tatsächlicher Leistung und ihrer Entlohnung.
Verwendung
Soziale Gerechtigkeit, Arbeit und Lohn und gesellschaftliche Ungleichheit sind Themen, bei denen das Zitat gut einsetzbar ist. In Reden über Klassenunterschiede oder die Entwertung körperlicher Arbeit lässt es sich als knappe, treffende Diagnose einsetzen. Als ironische Notiz an einem Schreibtisch hat es eine gute Selbstironie.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 4.67 von 5 (3 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.97 von 5

Ähnliche Sprüche
Das gute Aussehen bestimmt nicht wen wir lieben, sondern die Liebe bestimmt wen wir gut aussehend finden
— Friedrich Nietzsche
Such dir eine Arbeit, die du gerne tust. Dann brauchst du keinen Tag in deinem Leben mehr zu schuften.
— Konfuzius
Ihr könnt genau so gut erwarten, dass die Flüsse rückwärts fließen, als dass ein Mensch, der frei geboren wurde, damit z …
Es gibt zwei Arten von Freunden: Die einen sind käuflich, die anderen sind unbezahlbar.
Wer keinen Mut hat zum Träumen, hat auch keine Kraft zum Kämpfen.