
Freiheit ist kein Ziel, sondern eine Folge. Wenn Du dich unfrei fühlst, so suche die Ursache in Dir.
Bedeutung
Leo Tolstoi, der russische Romancier und Moralphilosoph, formuliert in diesem Satz eine überraschende Bestimmung von Freiheit: Sie ist kein Ziel, das man anstrebt, sondern eine Folge – ein Ergebnis innerer Arbeit. Wer sich unfrei fühlt, soll die Ursache nicht außen, in Verhältnissen oder anderen Menschen suchen, sondern in sich selbst. Das ist eine radikale Innenwendung: Unfreiheit ist ein innerer Zustand. Tolstoi, der selbst radikale innere Wandlungen durchmachte und die Freiheit im einfachen Leben suchte, beschreibt damit eine spirituelle Überzeugung: Wer frei sein will, muss in sich selbst frei werden.
Verwendung
Passend als Tolstoi-Zitat in Texten über Freiheit, innere Entwicklung und die Suche nach Ursachen im Inneren sowie für Beiträge über Spiritualität, Selbsterkenntnis und den Zusammenhang zwischen innerer Haltung und äußerer Freiheit. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Selbstverantwortung und innere Befreiung.
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Über Leo Tolstoi
Über den Autor
Schriftsteller · Russisch · 1828 - 1910
Leo Tolstoi (1828–1910) schrieb mit „Krieg und Frieden" und „Anna Karenina" zwei der meistgelesenen Klassiker des realistischen Romans der Weltliteratur.
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Tolstoi wurde 1828 als Graf auf dem Landgut Jasnaja Poljana bei Tula geboren und verbrachte dort den Großteil seines Lebens. Neben seiner literarischen Arbeit entwickelte er eine eigenständige Moralphilosophie, die Gewaltlosigkeit und ein einfaches Leben predigte. Er starb 1910 auf einem Bahnhof in Astapowo, wohin er sich auf einer letzten Reise aufgemacht hatte.

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