
Die Nachwelt ist nicht besser als die Mitwelt. Sie ist nur später.
Bedeutung
Arthur Schnitzler nimmt dem Glauben an eine automatisch bessere Zukunft die Illusion. Die Nachwelt ist nicht moralisch überlegen, nur weil sie später lebt. Damit kritisiert der Spruch Fortschrittsgläubigkeit und die bequeme Annahme, spätere Generationen würden gerechter, klüger oder tugendhafter sein. Menschliche Schwächen verschwinden nicht durch Zeitablauf. Zukunft verlangt bewusste Verantwortung, nicht bloß Vertrauen darauf, dass das Spätere schon besser werde. Der Bezug zu Menschheit und Tugend gibt der Aussage zusätzlichen Halt und verhindert eine bloß allgemeine Lesart.
Verwendung
Geeignet für Essays, historische Betrachtungen, politische Kommentare, Bildungsarbeit oder nachdenkliche Zitatseiten. Der Ton ist skeptisch und prägnant. Besonders passend, wenn Fortschritt kritisch hinterfragt oder Verantwortung der Gegenwart betont werden soll. Eine kurze Einordnung zu Leben macht den Einsatz zusätzlich klar und hilft, den Spruch passend statt beliebig zu platzieren.
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Über Arthur Schnitzler
Über den Autor
Dramatiker · Österreichisch · 1862 - 1931
Arthur Schnitzler (1862–1931) war ein Wiener Arzt und Dramatiker, dessen Werke die Psychologie des Bürgertums und die Erotik im Wien der Jahrhundertwende schonungslos beleuchteten.
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Als Sohn eines renommierten Kehlkopfspezialisten studierte Schnitzler Medizin und arbeitete als Arzt, bevor er sich ganz der Literatur widmete. Seine Werke, darunter Dramen und Erzählungen, greifen frühe psychoanalytische Ideen auf und spiegeln den Zeitgeist des fin de siècle in Wien wider.

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