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Die Frau, die sich ertappen läßt, verdient ihr Schicksal

Spruchbild: Die Frau, die sich ertappen läßt, verdient ihr Schicksal.

Die Frau, die sich ertappen läßt, verdient ihr Schicksal.

Bedeutung

Balzacs Satz spiegelt das gesellschaftliche Klima des 19. Jahrhunderts, in dem der Ehebruch für Frauen keine moralische Frage war, sondern eine Frage des Erwischtwerdens. Schuld entstand nicht durch die Tat, sondern durch die Entdeckung. Das ist literarische Beobachtung mit zynischer Schärfe, die eine gesellschaftliche Doppelmoral benennt – aber formuliert aus einer Perspektive, die Frauen ausschließlich als Objekte sozialer Normen betrachtet und kein eigenes Innenleben zugesteht.

Verwendung

Als Literaturzitat in der Analyse von Balzacs Werk oder historischen Texten über bürgerliche Moral im 19. Jahrhundert brauchbar. Nicht geeignet für Alltagsanlässe, Karten oder Reden. Der Satz reproduziert eine Doppelmoral, die heute klar abzulehnen ist – eine kritische Einordnung ist Voraussetzung für jeden sinnvollen Einsatz des Zitats.

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Über Honoré de Balzac

Über den Autor

Schriftsteller · Französisch · 1799 - 1850

Honoré de Balzac (1799–1850) schuf mit „La Comédie humaine" einen 88-teiligen, unvollendeten Romanzyklus über die französische Gesellschaft seiner Zeit.

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Obwohl er der Romantiker-Generation angehörte, wird Balzac gemeinsam mit Stendhal und Gustave Flaubert als einer der drei großen französischen Realisten des 19. Jahrhunderts betrachtet. Seine Romane und Erzählungen aus „La Comédie humaine" entwerfen ein panoramisches Gesellschaftsbild Frankreichs – von der Aristokratie bis zum Bürgertum.

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Quadratisches Spruchbild: Die Frau, die sich ertappen läßt, verdient ihr Schicksal.

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