
Geiz ist die letzte und tyrannischste unserer Leidenschaften.
Bedeutung
Marquis de Vauvenargues, der französische Moralist, formuliert in diesem Satz eine psychologische Überzeugung über den Geiz: Er ist die letzte und tyrannischste der Leidenschaften. Das ist eine doppelte Aussage: Der Geiz kommt im Alter, wenn andere Leidenschaften verblasst sind – er bleibt als letzte übrig. Und er ist tyrannisch, weil er den Menschen vollständig beherrscht und kein Maß kennt. Vauvenargues, der menschliche Schwächen mit analytischer Schärfe beschrieb, sieht im Geiz eine besonders heimtückische Form des Verlusts: Man hat Geld, aber genießt nichts; man besitzt, ohne zu leben.
Verwendung
Passend als Vauvenargues-Zitat in Texten über Geiz, Leidenschaften und die Tyrannei des Besitzenwollens sowie für Beiträge über Charakterpsychologie, Moralistik und die Psychologie des Alterns. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Grenzen des Besitzdenkens und die Freiheit der Großzügigkeit.
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Über Marquis de Vauvenargues
Über den Autor
Philosoph und Schriftsteller · Französisch · 1715 - 1747
Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715–1747), war ein französischer Moralist und Schriftsteller aus Aix-en-Provence, der sein kurzes Leben von nur 31 Jahren dem Schreiben widmete.
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Marquis de Vauvenargues steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Marquis de Vauvenargues wird häufig als französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller eingeordnet. Marquis de Vauvenargues war als französischer philosoph und schriftsteller prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von Marquis de Vauvenargues wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.

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Einsamkeit ist für den Geist, was die Diät für den Körper ist: tödlich, wenn sie zu lange dauert
— Marquis de Vauvenargues
Wer stets mit Lob geizt, zeigt damit seine eigene Mittelmäßigkeit.
— Marquis de Vauvenargues
Die Gaben der Natur und des Glücks sind nicht so selten wie die Kunst, sie zu genießen
— Marquis de Vauvenargues
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— Friedrich Schleiermacher
Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen
— Vincent van Gogh
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