
Ein Mann ohne Frau - ein Wasser ohne Damm.
Bedeutung
Das Sprichwort setzt Mann und Frau in ein traditionelles Abhängigkeitsbild. Der Mann ohne Frau wird mit Wasser ohne Damm verglichen, also mit etwas Ungezügeltem oder Ungeordnetem. Darin steckt eine alte Vorstellung von der Frau als Halt und Begrenzung des Mannes. Der Satz kann historisch interessant sein, trägt aber ein Rollenbild, das moderne Partnerschaft nur sehr eingeschränkt trifft. Dadurch sagt der Spruch mehr über frühere Ordnungsvorstellungen als über heutige Liebe.
Verwendung
Der Spruch passt höchstens in Sammlungen alter Sprichwörter, kulturgeschichtliche Kontexte oder ironische Gespräche über frühere Rollenbilder. Als heutiger Beziehungsspruch sollte er nicht unkommentiert empfohlen werden. Eine moderne Partnerschaftskarte wäre dafür der falsche Ort. Das Sprichwort beruht auf einem traditionellen Geschlechterbild und sollte heute nur eingeordnet oder ironisch verwendet werden.
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