
Die Lektüre der "großen Werke" oder der angeblich großen Werke führt zu dem Glauben, man könne weiterkommen als sie. Die Lektüre der anderen, man könne ohne sie auskommen.
Bedeutung
Henry de Montherlant, der französische Schriftsteller, formuliert in diesem Satz eine ironische Warnung vor dem Kult der großen Werke: Wer nur die klassischen Meisterwerke liest, glaubt danach, er könne auf eigene Texte verzichten – die Großen hätten bereits alles gesagt. Das ist eine Beobachtung über die lähmende Wirkung überwältigender Vorbilder: Anstatt zu inspirieren, entmutigen sie. Montherlant, der selbst als Schriftsteller im Schatten großer Vorgänger stand, beschreibt damit eine psychologische Falle, in die ehrgeizige Leser leicht geraten können.
Verwendung
Passend als Montherlant-Zitat in Texten über Kreativität, Lektüre und die Gefahr der Lähmung durch Vorbilder sowie für Beiträge über Schreiben, Selbstentwicklung und die Ambivalenz des Lernens von den Großen. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Ermutigung zum eigenen Ausdruck trotz ehrfurchtsgebietender Vorbilder.
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Über Henry de Montherlant
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1895 - 1972
Henry de Montherlant (1895–1972) war ein französischer Schriftsteller und Dramatiker, der nach der Erblindung durch seine Schriften einen aristokratisch-stoischen Lebensentwurf vertrat und sich 1972 in Paris das Leben nahm.
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Henry de Montherlant steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Henry de Montherlant wird häufig als französischer Schriftsteller eingeordnet. Henry de Montherlant war als französischer schriftsteller prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von Henry de Montherlant wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.
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