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Das Wort Esel, wenn's zurück gelesen wird, so heißt es lese

Spruchbild: Das Wort Esel, wenn's zurück gelesen wird, so heißt es lese; wahr ist, wenn jemand kein un …

Das Wort Esel, wenn's zurück gelesen wird, so heißt es lese; wahr ist, wenn jemand kein unverständiger Esel bleiben will, so muss er Bücher lesen.

Bedeutung

Abraham a Sancta Clara, der barocke Wiener Volksprediger, nutzt einen sprachlichen Trick: Das Wort Esel ergibt rückwärts gelesen lese. Daraus zieht er den Schluss, dass Lesen der einzige Weg ist, kein Esel zu bleiben. Der Witz tarnt eine ernsthafte Botschaft: Wer nicht liest, bleibt unverständig. Es ist ein typisches Beispiel für die bildreiche und volksnahe Volksrhetorik des 17. Jahrhunderts, die Belehrung mit unterhaltsamer Schlagfertigkeit verbindet.

Verwendung

Gut für Texte über Lesekultur, Bildung und Wissbegierde aller Altersgruppen. Passt als humorvoller Einstieg in Reden über Bücher oder als Spruch für Bibliotheken und Buchhandlungen. Auch in Schulprojekten über Leseförderung und Lesekampagnen wirkungsvoll und eingängig für reflektierende Begleittexte in passenden Sammlungen.

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Über Abraham a Sancta Clara

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1644 - 1709

Abraham a Sancta Clara (1644–1709) war ein deutscher Barockprediger und Schriftsteller, der unter seinem Ordensnamen rund 600 Einzelschriften verfasste.

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Geboren als Johann Ulrich Megerle in Kreenheinstetten, trat er dem Augustiner-Orden bei und wirkte bis zu seinem Tod in Wien. Als katholischer Prediger und Poet des Barock verband er religiöse Inhalte mit scharfer Gesellschaftskritik und volkstümlichem Sprachwitz, was ihm über Konfessionsgrenzen hinaus Bekanntheit verschaffte.

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