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Der wahre Freund ist Freund in Worten und in Werken

Spruchbild: Der wahre Freund ist Freund in Worten und in Werken.

Der wahre Freund ist Freund in Worten und in Werken.

Bedeutung

Wer nur in Worten Freundschaft zeigt, aber im Handeln nicht da ist, verdient den Namen nicht. Gleim fasst ein altes Vertrauensprinzip knapp zusammen: Echte Verbindungen beweisen sich im Tun, nicht im Reden. Wir alle kennen das Gegenbild – den Freund, der alles verspricht und sich im Ernstfall verdrückt. Der Satz ist nicht anklagend, sondern beschreibend: Er liefert das Kriterium, an dem Freundschaft erkennbar wird, und lässt dem Leser, es auf seine eigenen Beziehungen anzuwenden.

Verwendung

Freundschaft, Verlässlichkeit und der Unterschied zwischen Versprechen und Handeln sind Themen, bei denen das Zitat sehr gut passt. In Reden bei Freundschaftsjubiläen oder als Widmung in einem persönlichen Brief eignet es sich als knapper, treffsicherer Gedanke. Als Erinnerung für sich selbst – bin ich ein Freund in Worten und Werken? – hat es eine stille, ehrliche Qualität.

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Über Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Über den Autor

Dichter · 1719 - 1803

Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719–1803) war Dichter der Aufklärung, der als Anakreontiker „deutscher Anakreon" und als Autor patriotischer Kriegslyrik „preußischer Grenadier" genannt wurde.

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Gleim wirkte als Literaturmäzen und Sammler in Halberstadt und galt am Ende des 18. Jahrhunderts als Patriarch der deutschen Literatur, weshalb man ihn liebevoll „Vater Gleim" nannte. Er war ein zentraler Vertreter der Freundschaftskultur der Aufklärung und pflegte ein weitreichendes Netzwerk zu den bedeutendsten Dichtern seiner Zeit.

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Quadratisches Spruchbild: Der wahre Freund ist Freund in Worten und in Werken.

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