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Wer wagen will, sich zu kennen

Spruchbild: Wer wagen will, sich zu kennen,  muß verzichten, sich zu gefallen.

Wer wagen will, sich zu kennen, muß verzichten, sich zu gefallen.

Bedeutung

Hermann Bahr trennt Selbsterkenntnis von Selbstgefälligkeit. Wer sich wirklich kennenlernen will, muss bereit sein, unbequeme Seiten, Widersprüche und Schwächen zu sehen. Der Wunsch, sich selbst zu gefallen, verhindert genau diese Ehrlichkeit, weil er das Bild glättet. Der Spruch fordert Mut zur inneren Prüfung und verzichtet auf Trost. Seine Stärke liegt in der klaren Einsicht, dass Wachstum oft dort beginnt, wo die angenehme Selbstinszenierung endet. Der Satz verlangt Bereitschaft, sich selbst ohne Schonung anzusehen.

Verwendung

Geeignet für Coaching, Tagebuchimpulse, philosophische Sammlungen und Texte über Persönlichkeitsentwicklung. Der Spruch passt auch in Reden über Reife oder Veränderung. Sein Ton ist anspruchsvoll, nüchtern und direkt. Er wirkt stark als einzelner Satz vor Reflexionsfragen oder persönlichen Jahresrückblicken. Auch bei Seminaren zur Selbstreflexion gut einsetzbar.

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Über Hermann Bahr

Über den Autor

Schriftsteller und Dramatiker · Österreichisch · 1863 - 1934

Hermann Bahr (1863–1934) war ein österreichischer Schriftsteller und Kritiker, der als Wortführer literarischer Strömungen vom Naturalismus über die Wiener Moderne bis zum Expressionismus wirkte.

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Bahr wurde am 19. Juli 1863 in Linz geboren und starb am 15. Januar 1934 in München. Als Theater- und Literaturkritiker begleitete er mehrere aufeinanderfolgende literarische Epochen mit analytischer Schärfe. Sein breites Werk als Dramatiker und Essayist machte ihn zu einer zentralen Figur des österreichischen Kulturlebens um die Jahrhundertwende.

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Quadratisches Spruchbild: Wer wagen will, sich zu kennen,  muß verzichten, sich zu gefallen.

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