
Ich liebe Bilder, die in mir den Wunsch erwecken, in ihnen herumzuspazieren, wenn es Landschaften sind, oder sie zu liebkosen, wenn es Frauen sind.
Bedeutung
Renoir beschreibt Malerei als sinnliche Einladung. Landschaften sollen so lebendig wirken, dass man gedanklich in ihnen spazieren möchte, Figuren so gegenwärtig, dass Nähe und Berührung vorstellbar werden. Das Zitat zeigt eine ästhetische Haltung, in der Kunst über Blicklust, Körperlichkeit und unmittelbares Begehren verstanden wird. Aus heutiger Perspektive ist die Formulierung über Frauen jedoch problematisch, weil sie weibliche Darstellungen stark objektbezogen und besitzergreifend beschreibt. Der Satz ist deshalb kunsthistorisch interessant, aber nicht unproblematisch.
Verwendung
Nur mit kunsthistorischer Einordnung für Texte über Renoir, Impressionismus, Blick und Sinnlichkeit verwenden. Nicht als allgemeiner Kunst- oder Frauenspruch einsetzen. Wenn zitiert, sollte die problematische Blickperspektive ausdrücklich nicht romantisiert werden. Eine kritische Rahmung ist unverzichtbar. Redaktioneller Hinweis: Objektivierende Aussage über Frauen, deshalb redaktionell sensibel behandeln.
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Über Auguste Renoir
Über den Autor
Französisch · 1841 - 1919
Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) malte „Bal du moulin de la Galette“ und brachte Licht, Haut und Geselligkeit in den Impressionismus.
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Er begann als Porzellanmaler und fand erst später in der Pariser Avantgarde zu seinem eigenen Stil. Nach impressionistischen Phasen wandte er sich zeitweise wieder einer festeren Zeichnung und klassischeren Form zu. Trotz schwerer Arthritis arbeitete er bis ins hohe Alter weiter.
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— Auguste Renoir
Traue niemand, den der Anblick einer schönen weiblichen Brust nicht außer Fassung bringt. …
— Auguste Renoir
Ich male schöne Bilder, weil es schon genug Hässliches auf der Welt gibt.
— Auguste Renoir
Reisst nicht das Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Flüsse und Bäume weinen
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