
Wer von der Bausucht befallen wurde, braucht keinen anderen Gegner, um sich zugrunde zu richten.
Bedeutung
Dieses volkskundliche Sprichwort formuliert eine ironische Überzeugung über die Kostspieligkeitssucht des Bauens: Wer einmal vom Bausfieber gepackt wird, ruiniert sich selbst – da braucht es keinen äußeren Feind mehr. Das Sprichwort entstammt einer langen Tradition der Warnung vor Bauprojekten als Kostenfalle: Was mit kleinen Plänen beginnt, wächst sich zum finanziellen Ruin aus. Es ist eine Warnung an alle, die versucht sind zu bauen: Die eigene Begeisterung kann gefährlicher sein als jeder Widersacher.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Bauprojekte, Kostenfallen und die Warnung vor unkontrollierter Bausucht. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Risiken ambitionierter Bauprojekte und die Überzeugung, dass der schlimmste Feind oft die eigene Begeisterung ist.
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