
Stil ist richtiges Weglassen von Unwichtigem.
Bedeutung
Anselm Feuerbach richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen entscheidung und gelassenheit. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Leben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Anselm Feuerbach
Über den Autor
Deutsch · 1829 - 1880
Anselm Feuerbach (1829–1880) war ein deutscher Maler, der mit idealisierten Figurenbildern und antiken Stoffen den Klassizismus des 19. Jahrhunderts fortführte. Seine Kunst suchte nicht den schnellen Effekt, sondern eine ruhige, formstrenge Schönheit. Bilder wie seine Darstellungen der Iphigenie zeigen den Anspruch, seelische Spannung in klare Komposition und zurückgenommene Farbe zu bringen.
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Anselm Feuerbach (1829–1880) gehörte zu den prägenden deutschen Malern der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er arbeitete längere Zeit in Italien und fand dort viele seiner Motive, besonders in antiken und mythologischen Stoffen. Bilder wie seine Darstellungen der Iphigenie zeigen den Anspruch, seelische Spannung in klare Komposition und zurückgenommene Farbe zu bringen. Feuerbachs Kunst steht zwischen klassischem Ideal und moderner Vereinzelung: Sie wirkt kontrolliert, aber oft melancholisch. Seine Gedanken werden verständlich vor diesem Hintergrund, in dem Kunst als Arbeit an Form, Haltung und innerem Maß erscheint.

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