
Für die Eitelkeit ist selbst die Pfütze ein wohlgefälliger Spiegel.
Bedeutung
Schopenhauer beschreibt die Eitelkeit mit einer treffenden Beobachtung: Wer eitel ist, sieht sich in jedem Spiegel schön – auch in einer schmutzigen Pfütze. Das Bild ist bewusst degradierend: Der Spiegel der Eitelkeit muss nicht einmal klar oder wertvoll sein, er muss nur das Bild zurückwerfen, das man sehen möchte. Eitelkeit ist blind für Qualität, sie akzeptiert jedes Spiegelbild als Bestätigung. Dahinter steckt eine ernste Aussage über Selbsttäuschung und unkritische Selbstwahrnehmung.
Verwendung
Passt als pointiertes Zitat in Essays und Reden über Selbstbild, Eitelkeit und unkritische Selbstwahrnehmung. Auch geeignet als Impuls in Diskussionen über soziale Medien, Selbstdarstellung und den modernen Kult des Selbstbildes. Weniger passend für persönliche Glückwünsche oder emotionale Anlässe. Auch als nachdenkliches Zitat für persönliche Briefe geeignet, wenn jemand humorvoll über das Thema Selbstwahrnehmung oder Eitelkeit schreiben möchte.
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Über Arthur Schopenhauer
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1788 - 1816
Arthur Schopenhauer (1788–1860) entwarf eine Philosophie des subjektiven Idealismus, die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik auf einem irrationalen Weltprinzip gründet.
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Schopenhauer verstand sich als Vollender Immanuel Kants und baute seine Lehre zugleich auf der Ideenlehre Platons sowie indischen Philosophien auf. Er gehörte zu den ersten deutschsprachigen Philosophen, die ein irrationales Prinzip als Grundlage der Welt vertraten. Seine Werke beeinflussten u. a. Nietzsche, Freud und Wagner nachhaltig.

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Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
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— Arthur Schopenhauer
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— Arthur Schopenhauer
Liebe ist in dem, der liebt, nicht in dem, der geliebt wird.
— Platon
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— Friedrich Nietzsche
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