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Tritt eine Idee in ein hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus - weil keine andere da …

Spruchbild: Tritt eine Idee in ein hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus - weil keine andere da ist …

Tritt eine Idee in ein hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus - weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.

Bedeutung

Montesquieu erklärt einen Mechanismus, der Fanatismus und Indoktrination verständlich macht: Ein leerer Kopf hat keine Gegenideen, keine konkurrierenden Überzeugungen, die eine neue Idee in Frage stellen könnten. Deshalb füllt die erste Idee, die eintritt, den gesamten geistigen Raum aus – absolut und unangefochten. Das ist keine Frage der Intelligenz, sondern der geistigen Leere: Nicht Überzeugung macht Menschen anfällig für Extreme, sondern das Fehlen von Alternativen.

Verwendung

Als Argument für Bildung als Schutz vor Radikalisierung und Indoktrination passend, in Bildungsdebatten oder Gesprächen über Anfälligkeit für Ideologien und dogmatisches Denken. Gut in analytischen Texten über Medienkompetenz, kritisches Denken oder politische Bildung. Als ironischer Kommentar auf Sturheit auch in humorvollen Kontexten einsetzbar, wenn der Ton stimmt.

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Über Charles-Louis de Montesquieu

Über den Autor

Philosoph und Schriftsteller · Französisch · 1689 - 1755

Charles-Louis de Montesquieu (1689–1755) entwickelte in „Vom Geist der Gesetze" (1748) die Gewaltenteilungslehre, die moderne Verfassungen bis heute prägt.

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Als President à mortier am Parlement de Bordeaux (1716–1726) sammelte Montesquieu juristische Erfahrungen, bevor er sich der Philosophie zuwandte. Er gilt als Mitbegründer der modernen Geschichtswissenschaft, und seine staatstheoretischen Ideen beeinflussten maßgeblich die Soziologie. Geboren auf Schloss La Brède bei Bordeaux, starb er 1755 in Paris.

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