
Die Herrschenden müssen bewacht werden, nicht die Beherrschten
Bedeutung
Dürrenmatt formuliert ein demokratisches Misstrauensprinzip. Nicht die Beherrschten müssen überwacht werden, sondern die Herrschenden, weil Macht Kontrolle braucht. Der Satz dreht autoritäre Logik um: Gefahr geht nicht zuerst von den Regierten aus, sondern von denen, die Mittel zur Herrschaft besitzen. Er ist politisch klar und aktuell. Freiheit verlangt nicht blinden Gehorsam, sondern wachsame Kontrolle der Macht. Der Spruch lebt hier von Kontrolle der Herrschenden, nicht von einer austauschbaren Moral. Diese Wachsamkeit ist der demokratische Kern des Satzes.
Verwendung
Passend ist das Zitat für Demokratiebildung, Journalismus, Gewaltenteilung, Bürgerrechte oder politische Kommentare. Es sollte sachlich eingesetzt werden, weil der Satz stark ist und schnell als grundsätzliche Machtkritik verstanden wird. Der passende Rahmen entsteht durch Kontrolle der Herrschenden, nicht durch eine beliebige Spruchsammlung. Ein demokratischer Kontrollbezug macht den politischen Anspruch eindeutig.
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Über Friedrich Dürrenmatt
Über den Autor
Schriftsteller und Dramatiker · Schweizerisch · 1921 - 1990
Friedrich Dürrenmatt (1921–1990) war ein Schweizer Dramatiker und Schriftsteller, dessen Theaterstücke „Der Besuch der alten Dame" und „Die Physiker" ihm weltweiten Ruhm einbrachten.
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Neben seinem dramatischen Werk verfasste Dürrenmatt die Kriminalromane „Der Richter und sein Henker", „Der Verdacht" und „Das Versprechen". Er war zudem als Maler tätig, und sein bildnerisches Werk ist heute im Centre Dürrenmatt Neuchâtel dauerhaft ausgestellt. Als Initiant des Schweizerischen Literaturarchivs machte er dessen Gründung zur Bedingung, bevor er der Schweiz seinen Nachlass überließ.

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