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Es ist keine Kunst, ein Mädchen zu verführen

Spruchbild: Es ist keine Kunst, ein Mädchen zu verführen,  aber ein Glück, eines zu finden, das es wer …

Es ist keine Kunst, ein Mädchen zu verführen, aber ein Glück, eines zu finden, das es wert ist, verführt zu werden.

Bedeutung

Kierkegaard formuliert eine asymmetrische Bewertung: Das Verführen ist eine handwerkliche Fähigkeit – es kann gelernt, geübt werden. Das ist keine Kunst. Was wirklich selten und wertvoll ist – und damit ein Glück – ist der Mensch, der es verdient, auf diese Weise begehrt zu werden: aufrichtig, tief, der Mühe wert. Das dreht die übliche Logik um: Nicht Können ist Glück, sondern das Objekt des Könnens. Entscheidend ist die Spannung zwischen Gefühl, Erwartung und Selbstbild. Der Satz spricht nicht nur über Liebe, sondern darüber, wie Menschen Nähe deuten, idealisieren, verlieren oder in alte Rollenbilder übersetzen.

Verwendung

Verwendbar ist das Zitat höchstens in historischen oder kritisch eingeordneten Texten über alte Verführungs- und Geschlechterbilder. Für Liebes- oder Datingtexte ist es ungeeignet, weil ein Mädchen als Objekt männlicher Verführung bewertet wird. Heute braucht der Spruch klare Distanz, weil seine sexuelle Rollenlogik abwertend und nicht zeitgemäß wirkt, und nicht unkommentiert empfohlen werden sollte. Ein kurzer Begleitkontext ist daher nötig.

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Über Sören Kierkegaard

Über den Autor

Philosoph und Schriftsteller · 1813 - 1855

Søren Kierkegaard (1813–1855) war ein dänischer Philosoph und Theologe, der unter zahlreichen Pseudonymen das gelebte Christentum gegen die bloße Christenheit verteidigte und als Wegbereiter der Existenzphilosophie gilt.

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Kierkegaard veröffentlichte einen Großteil seiner Werke unter Pseudonymen wie Anti-Climacus, Johannes de Silentio oder Victor Eremita. Rund ein Drittel seines gedruckten Werkes bilden jedoch Predigten und religiöse Reden, die er unter seinem eigenen Namen herausgab. Er wuchs in Kopenhagen auf, wo er auch starb – nur 42 Jahre alt.

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