
Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen lässt.
Bedeutung
Humboldt beschreibt Stimmungen als etwas, das oft nicht vollständig willentlich entsteht, aber durch Nachgeben stärker werden kann. Ärger, Schwermut oder Gereiztheit haben Ursachen, über die der Mensch nur begrenzte Macht besitzt. Doch wenn man sich ihnen ungeprüft überlässt, wachsen sie und gefährden die innere Ruhe. Der Spruch verbindet Verständnis mit Selbstverantwortung. Gefühle werden nicht verurteilt, aber der Umgang mit ihnen entscheidet, ob sie vorübergehen oder das Gemüt beherrschen.
Verwendung
Geeignet für Selbstreflexion, Tagebuchimpulse, Coaching, pädagogische Gespräche oder Texte über emotionale Selbstregulation. Der Spruch passt, wenn Stimmungen anerkannt werden sollen, ohne ihnen automatisch die Führung über Handeln und Beziehungen zu überlassen. Auch für achtsame Alltagsroutinen im Alltag gut passend.
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Über Wilhelm von Humboldt
Über den Autor
Deutsch · 1769 - 1859
Wilhelm von Humboldt (1767–1835) gründete die Berliner Universität, prägte das humboldtsche Bildungsideal und reformierte das preußische Schul- und Universitätswesen.
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Als preußischer Staatsmann und Gelehrter legte Humboldt den Fokus nicht auf das Allgemeinwohl, sondern auf die Bildung der individuellen Persönlichkeit – die „höchste und proportionierlichste Ausbildung aller menschlichen Kräfte zu einem Ganzen". Neben der Bildungsreform widmete er sich der Staatstheorie sowie der analytischen Betrachtung von Sprache, Literatur und Kunst. Sein Bruder Alexander erschloss parallel die Natur- und Erdwissenschaften.
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