
Doch guter Menschen Hauptbestreben ist, andern auch was abzugeben.
Bedeutung
Busch beschreibt das Hauptstreben guter Menschen: Abgeben, nicht Ansammeln. Großzügigkeit ist nicht Pflicht, sondern das natürliche Bestreben derer, die wirklich gut sind. Der Fokus liegt auf dem Prozess des Gebens, nicht auf dem, was man hat. Das Abgeben meint mehr als Geld oder Dinge; es umfasst Zeit, Aufmerksamkeit, Nachsicht und Hilfe. Busch macht Güte dadurch sehr praktisch: Sie zeigt sich daran, ob ein Mensch etwas von sich weggeben kann. Der Bezug zu Freundschaft bleibt dadurch konkret, weil der Gedanke nicht allgemein belehrt, sondern eine erkennbare Situation, Spannung oder Pointe aus dem Wortlaut entfaltet.
Verwendung
Als schlichtes Leitbild für Güte und Großzügigkeit. Passend als Widmung für Geburtstagskarten, als Einladung zu Spenden oder als Beschreibung des Charakters von Menschen, die gerne geben. Passend ist der Spruch für Dankeskarten, Spendenaufrufe, Ehrenamt, Nachrufe oder Geburtstagsworte für großzügige Menschen. Am stärksten wirkt er, wenn eine konkrete Gabe oder Haltung benannt wird.
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Über Wilhelm Busch
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1832 - 1908
Wilhelm Busch (1832–1908) schuf mit Max und Moritz und Die fromme Helene Bildergeschichten, deren Zweizeiler wie „Vater werden ist nicht schwer" zu deutschen Redewendungen wurden.
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Als Pionier des Comics veröffentlichte Busch seine ersten Bildergeschichten ab 1859; seit den 1870er Jahren war er in ganz Deutschland berühmt. Satirisch nahm er darin Spießbürger-Doppelmoral und geistliche Frömmelei aufs Korn. Privat lebte der verschlossene Maler – beeinflusst von niederländischen Meistern – jahrzehntelang zurückgezogen in der Provinz und bezeichnete seine weltberühmten Werke selbst nur als „Schosen".

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